"Fürchtet euch nicht!"

Herr, Jesus,wie sehr brauche ich dieses Wort.

Heute.

Du weißt, wie groß die Sorgen sind.

Heute.

Ich weiß nicht, wie es morgen sein wird,

was morgen wieder anders ist,

was die Welt morgen in ihrem Grund erschüttert,

meine kleine Welt um mich herum,

die große Welt, die nicht mehr weit weg ist.

Ich will versuchen, dass ich dein Wort in mir aufnehme:

Fürchte dich nicht.

Ich weiß Jesus:

Du bist da. Du bleibst der gleiche. Du trägst mich. Aus deiner Liebe kann ich nicht fallen.

Du bist an meiner Seite, egal was neben und in mir passiert.

Ich weiß: ich brauche wirklich keine Angst haben.

Und doch ist sie immer wieder da.

Und doch fürchte ich mich immer wieder vor dem, was kommen wird.

Du hast mir versprochen, stets bei mir zu sein.

Du wirst es für mich recht machen.

Auch wenn ich vieles nicht verstehe,

auch wenn ich mir vieles anders wünsche,

ich weiß, dass du es mir gut meinst.

Ich darf mich ganz in deine Hände legen.

Dort bin ich sicher. Jeden Tag. Egal, was kommt.

Du bist für mich da. Was kann dann gegen mich sein?
Bei dir sein, Herr, das ist mein Ein und Alles. Amen.

 

Herr, du Gott des Lebens,

gib mir Ruhe in dieser unruhigen Zeit,

gib mir Vertrauen, wo alles sinnlos erschein,

gib mir Hoffnung, wo Mutlosigkeit um sich greift,

gib mir Kraft zu beten und alles Bitten auf dich zu setzen.

Herr, du Gott des Lebens,

sei bei allen,

die Angst haben,

die keine Kraft mehr haben, um zu helfen,

die dem Tod in die Augen schauen,

denen ihr Tun zwecklos erscheint.

Herr, du Gott des Lebens,

schenke Klugheit und Weisheit allen,

die entscheiden müssen

über Wohl und Wehe anderer. Amen.

"Gott

hier bin ich

aber meine Gedanken sind noch

bei mir und

bei diesem Tag

 

hier bin ich Gott

und ich möchte so gerne ruhig werden

aber noch ist Unruhe in mir

 

hier bin ich Gott

und möchte gerne beten

aber ich finde keine Worte

 

hier bin ich Gott

und möchte auf dich hören

aber in mir ist so viel Lärm

 

Gott

hier bin ich

mit meinem Leben

mit meinem Tag

mit der Unruhe in mir

mit meiner Sprachlosigkeit

mit dem Lärm in mir

der die Ohren taub macht

 

du nimmst mich an

so wie ich bin

 

hier bin ich Gott"

                                     Andrea Schwarz, Du Gott des Weges segne uns.